kalaydo_logo
stellen
auto
immobilien
kleinanzeigen
tiere
ferienwohnungen
inserieren
05.05.2012 16:07

Beastie-Boy Adam Yauch mit 47 gestorben

Von Chris Melzer, dpa

Zoom Adam Yauch, einer der Gründer der Beastie Boys, wurde nur 47 Jahre alt. Foto: Peter Foley

New York (dpa) - Hip-Hop galt als Hochburg der schwarzen Musiker - dann kamen die Beastie Boys, drei weiße Jungs mit großen Visionen. Die Band um Bassist Adam Yauch revolutionierte den Rap und schrieb Musikgeschichte. Songs wie «(You Gotta) Fight for Your Right (To Party!)» gehören noch bis heute zu jeder guten Party. Nun verlor Yauch seinen Kampf gegen den Krebs.

Er starb am Freitag in New York im Alter von nur 47 Jahren. Die Musikszene trauert nun um einen Visionär und einen Musik-Revoluzzer.

Yauch, auch unter seinem Künstlernamen MCA bekannt, informierte seine Fans vor drei Jahren von seiner Krebsdiagnose. Ärzte hätten einen Tumor in der Ohrspeicheldrüse festgestellt. «Es ist etwas niederschlagend, aber gut behandelbar. Wir sind bald wieder zurück», erklärte Yauch damals noch guten Mutes. Doch es kam zu keinem gemeinsamen Auftritt mehr. Auch bei der Aufnahme der Beastie Boys in die Rock and Roll Hall of Fame vor wenigen Wochen konnte Yauch nicht persönlich dabei sein, dankte aber mit einem Brief Fans und Bandkollegen für die Treue: «Ich möchte das hier meinen Brüdern Adam und Mike widmen. Sie haben mit mir den Globus erwandert. Und auch für jeden, den unsere Band berührt hat.»

Die Beastie Boys hatten die Musikwelt allerdings nicht nur «berührt» sondern Ende der 80er komplett auf den Kopf gestellt. Während der High School hatte Yauch sich selbst das Bass-Spielen beigebracht und für die Party zu seinem 17. Geburtstag eine Band gegründet, aus der später die Beastie Boys entstanden. Das Trio mit dem Gitarristen Adam Horovitz (Adrock) und dem Schlagzeuger Michael Diamond (Mike D) experimentierte mit neuen Musikformen, schwenkte bald auf Hip-Hop um und sorgte für Furore. Dass ausgerechnet drei weiße Jungs sich am schwarzen Sprechgesang versuchten, ließ die Szene aufhorchen. Sie trafen nicht immer auf begeisterte Kritik, erspielten sich aber bald Achtung - auch bei den schwarzen Kollegen.

Sie seien die «coolsten weißen Jungs» gewesen, schrieb der schwarze Schauspieler Marlon Wayans über den Kurznachrichtendienst Twitter. Tatsächlich waren die drei in der Rapper-Szene eine Ausnahmeerscheinung: Plötzlich wurde Rap auch auf den Partys der Weißen gespielt, Ghetto sozusagen salonfähig. Die Beastie Boys bereiteten den Weg für Größen wie Vanilla Ice oder Eminem, plötzlich konnte die Hip-Hop-Kultur auch für die braven Kids aus den Vororten ein Lebensstil sein.

Der Durchbruch kam 1986 mit der Platte «Licensed to Ill». Das von Rick Rubin produzierte Album wurde zu einem Meilenstein der Musikgeschichte und lieferte die Hymne der Generation X: «(You Gotta) Fight for Your Right (To Party!)». Das rüpelhafte Feiervideo wurde zum Dauerrenner auf MTV.

Songs wie «Paul Revere» und «Brass Monkey» fundierten den Erfolg und die Jungs legten mit «Paul's Boutique» und später mit Werken wie «Check Your Head», «Ill Communication» und «Hello Nasty» nach.

Yauchs vielseitige Leidenschaften weiteten sich im Lauf seiner Karriere auch auf den Film aus. Unter dem Pseudonym Nathanial Hörnblowér produzierte er die Videos der Beastie Boys für «So Whatcha Want» und «Intergalactic». Er gründete ein Filmstudio und engagierte sich seit Jahren unermüdlich für die Befreiung Tibets.

Yauch hinterlässt seine Frau Dechen sowie seine Tochter Tenzin Losel. Die Mutter des Musikers, Frances Yauch, sagte der «New York Times», dass es ihrem Sohn in den vergangenen Wochen plötzlich sehr schlecht gegangen sei. «Er war ein grandioser Junge und hatte ein kurzes, aber wundervolles Leben», so Yauchs Mutter. «Wir sind wirklich stolz auf ihn.»



Drama pur im Bundesliga-Finale

Düsseldorf (dpa) - Fortuna Düsseldorf ist am Samstag nach nur einem Jahr wieder aus der Fußball-Bundesliga abgestiegen. Der FC Augsburg schaffte hingegen am letzten Spieltag den Klassenverbleib, 1899 Hoffenheim tritt als Tabellen-16. in der Relegation gegen den Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern an. Glückliche Schalker haben durch ein 2:1 (1:0) beim direkten Verfolger SC Freiburg Platz vier in der Bundesliga verteidigt und sich die Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League gesichert. Und die Torjägerkanone? Die sicherte sich in buchstäblich letzter Minute Stefan Kießling (Bayer Leverkusen). »weiter

Elefantenbaby Moyo ist da

Große Freude im Wuppertaler Zoo: Elefantenkuh Sabie hat einen Jungen zur Welt gebracht: "Moyo", das bedeutet auf Kisuaheli "Herz".
» Zu den Fotos
TV-Tipp des Tages
22.15 Uhr kultur (ZDF digital)
Hierro - Insel der Angst
Bild: 132 x 90

Passt das Designer-Outlet-Center zu Lennep?

 ja
 nein
 weiß nicht
Wetter

Temperatur:
20°C

wetter
Am Sonntag entwickeln sich Quellwolken, die Schauer bringen. Die Höchsttemperaturen betragen zumeist 24 Grad, die Tiefstwerte der kommenden Nacht 8 Grad. Der Wind weht schwach, in Böen mäßig aus Ost.    weiter

ESC: Die Sieger des ersten Halbfinales

Sechs Teilnehmer sind gesetzt, zehn weitere Künstler haben sich am Dienstagabend für das Finale des Eurovision Song Contest am Samstag im südschwedischen Malmö qualifiziert.
» Zu den Fotos

Spannung beim Eurovision Song Contest - Cascada in Malmö umjubelt

Malmö/Berlin (dpa) - Spannung in Malmö: 26 Lieder konkurrierten beim diesjährigen Eurovision Song Contest um den Sieg. Die besten Aussichten gab es für die Dänin Emmelie de Forest - sie führte mit ihrem Pop-Ohrwurm «Only Teardrops» die Favoriten-Listen an. »weiter
Lesen Sie auch:

Karneval der Kulturen zieht durch Berlin

Berlin (dpa) - Über Pfingsten wird es in Kreuzberg wieder bunt und voll: 4400 Tänzer, Musiker und andere Akteure wollen am Sonntag bei der Parade zum Karneval der Kulturen mitmachen. Rund 80 Gruppen sind laut Veranstalter bei dem Berliner Multikulti-Umzug dabei. »weiter
Lesen Sie auch:

Trainer Stanislawski verlässt Köln zum Saisonende

Köln (dpa) - Holger Stanislawski hat die Konsequenzen aus dem verpassten Aufstieg beim 1. FC Köln gezogen und wird nach Saisonende überraschend als Trainer bei dem Fußball-Zweitligisten zurücktreten. »weiter
Lesen Sie auch:
Börse
DAX
DAX 8.455,50 +1,02%
TecDAX 969,50 -0,09%
EUR/USD 1,2839 ±0,00%

Quelle: Deutsche Bank / Realtime Indikation

Telekom will Drahtlos-Anschlüsse in bestimmten Neubaugebieten testen

Bonn (dpa) - Die Deutsche Telekom will testen, ob sie in einzelnen Neubaugebieten Festnetzanschlüsse durch drahtlose Anschlüsse ersetzen kann. »weiter
Lesen Sie auch:

Hacker schlugen jetzt auch bei «Financial Times» zu

London/Berlin (dpa) - Die «Financial Times» ist am Freitag zur nächsten großen Medienorganisation geworden, deren Twitter-Profile von angeblichen syrischen Hackern erfolgreich angegriffen wurden. »weiter
Lesen Sie auch:

Grauer Himmel zu Pfingsten über Deutschland

Offenbach/Erfurt/München (dpa) - Schade: Gerade zu Pfingsten sagt der Sommer uns wieder Ade. Aber das frische Grün überall bleibt. So heißt es schon in dem plattdeutschen Lied «To Pingsten, ach wie scheun, - wenn de Natur so greun...». »weiter

Lotus-Mitbesitzer kritisiert Änderungen bei Reifen

Berlin (dpa) - Lotus-Mitbesitzer Gerard Lopez hat die erneute Reifenreform in der Formel 1 scharf kritisiert. «Das ist nur bescheuert, weil es die cleveren und kreativen Teams bestraft und die Verlierer belohnt», schimpfte der Luxemburger in der «Welt am Sonntag». »weiter
Lesen Sie auch:

dpa-Nachrichtenüberblick Politik

Merkel zu Privataudienz bei Papst Franziskus »weiter
Umfrage
Sollte sich die EU um Details wie Ölflaschen in Restaurants kümmern?
Jetzt abstimmen