kalaydo_logo
stellen
auto
immobilien
kleinanzeigen
tiere
ferienwohnungen
inserieren
27.05.2012 14:44

Engelbert blamiert die Briten: «Habe mein Bestes gegeben»

Von Britta Gürke, dpa

Zoom Engelbert Humperdincks Song kam international nicht sonderlich gut an. Foto: Joerg Carstensen

London (dpa) - Er sollte der sichere Retter Großbritanniens aus der lang andauernden Eurovisions-Misere sein. Stattdessen hat Musik-Veteran Engelbert jetzt alles noch viel peinlicher gemacht. Nicht mal die Kette von Elvis, die er als Glücksbringer mit hatte, konnte ihm helfen.

Vorletzter Platz für das ehemalige Empire, gleich dahinter nur noch Traditions-Verlierer Norwegen.

Gut, dass die Briten ihre «stiff upper lip», die vielzitierte «steife Oberlippe», haben. «Wen interessiert schon der Eurovision Song Contest?», wurde am Sonntag mit demonstrativer Gleichgültigkeit gefragt. Diskussionen gehen um: Warum steigen wir nicht einfach ganz aus? Lächerlich das Ganze, hieß es zum Beispiel in der Zeitung «Daily Telegraph».

«Ich habe mein Bestes für mein Land gegeben», beteuerte Engelbert. «Der Rest lag nicht in meiner Hand.» Ärger von seinen Landsleuten hat der 76-Jährige, auf der Insel wegen seines Künstler-Nachnamens Humperdinck liebevoll «The Humb» («der Buckel») genannt, nicht wirklich zu erwarten. Die beliebteste Erklärung für seine Niederlage war am Sonntag: Weil Engelbert als erster gesungen hat, haben viele, die zu spät eingeschaltet haben, ihn gar nicht gesehen. Und außerdem hatten sie ihn nach dem stundenlangen Programm am Ende vergessen - laut Sender BBC ein typisches Eurovisions-Phänomen.

An der Verlierer-Ballade «Love Will Set You Free» gab es nur moderate Kritik. Zwar war die Melodie nicht gerade ein Ohrwurm. Statt vom Hocker zu reißen, beförderte sie eher das darauf Einnicken. «Offen gestanden war der Auftritt so retro, dass er schon altmodisch gewesen wäre, als Engelbert noch ein Superstar war», schrieb Musikjournalist Neil McCormick. Doch Hoffnung hatte es trotzdem gegeben, denn immerhin stammt der Song aus der Feder von Sacha Skarbek, der an James Blunts Welthit «You're Beautiful» mitgearbeitet hat.

Damit es endlich mal wieder klappt, hatte Großbritannien sogar den Risikofaktor öffentlicher Geschmack ausgeschlossen. Hatten die Briten bis 2011 bei der Kandidaten-Auswahl noch etwas zu sagen, wurde das nach dreimal dem letzten Platz geändert. Die Hoheitsmacht hat jetzt die BBC. Die etablierte Boy-Group Blue sollte im vergangenen Jahr den Titel holen, und brachte es immerhin auf Platz 11. Zuletzt hatte Großbritannien 1997 gesiegt, mit der Band Katrina And The Waves und ihrem Song «Love Shine A Light». Sängerin Katrina Leskanich allerdings ist US-Amerikanerin.

Zumindest hat Engelbert es geschafft, dass auf der Insel wieder ein bisschen mehr über den Musikwettbewerb gesprochen wird. Der ist nicht unbedingt ein Quoten-Garant. «Es fühlt sich irrelevant an», sagte die 29 Jahre alte Mary Henry aus London der Nachrichtenagentur dpa. «Wir haben eine boomende Musikindustrie, die im Ausland sehr erfolgreich ist.» Die Musiker, die zum Song Contest geschickt würden, hätten damit wenig zu tun.

«Engelbert ist nicht repräsentativ für die britische Kultur», meint Musikfan Henry. «Leona Lewis zum Beispiel würde die britische Musikindustrie viel besser repräsentieren. Aber wir würden sie niemals zum Eurovision Song Contest schicken. Aus welchem Grund sollte ein großer Star zur Eurovision gehen?»



150 Jahre: SPD feiert sich

Leipzig (dpa) - Die Umfragen sind schlecht, die Aussichten auf eine Rückkehr an die Macht im September mau. Doch das zählt für die SPD heute nicht. Einen Tag lang feiern sich Deutschlands Sozialdemokraten selbst - und ihre 150-jährige Geschichte. Selbst die CDU zollt Beifall. »weiter

30. Pfingstturnier der SG Hackenberg

Zwar hatten fünf von 17 Teams wegen des Regens abgesagt, aber die Fußball-Zwerge hatten bei der Schlammschlacht einen Riesenspaß.
» Zu den Fotos
TV-Tipp des Tages
22.25 Uhr 3sat
La Lisière - Am Waldrand
Bild: 130 x 92

Passt das Designer-Outlet-Center zu Lennep?

 ja
 nein
 weiß nicht
Wetter

Temperatur:
9°C

wetter
Heute herrscht unbeständiges und wechselhaftes Schauerwetter. Dabei werden im Tagesverlauf 10 Grad erreicht, nachts kühlt es dann auf 1 Grad ab. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nord.    weiter

L 74: Motorradfahrer stirbt bei Unfall

Ein 48-jähriger Gelsenkirchener ist am Dienstagmittag bei einem Unfall auf der L 74 tödlich verunglückt.
» Zu den Fotos

Chansonnier Georges Moustaki in Nizza gestorben

Paris (dpa) - Der Sänger und Komponist Georges Moustaki ist tot. Der griechisch-französische Chansonnier starb am Donnerstag in Nizza. Das bestätigte seine Agentur der Nachrichtenagentur dpa in Paris. Moustaki wurde 79 Jahre alt. »weiter
Lesen Sie auch:

Dutt will zu Werder - DFB-Entscheidung kommende Woche

Bremen (dpa) - DFB-Sportdirektor Robin Dutt hat den Deutschen Fußball-Bund um eine Freigabe für einen Wechsel zu Werder Bremen gebeten. Der frühere Freiburger und Leverkusener Coach will dort Nachfolger des langjährigen Werder-Trainers Thomas Schaaf werden. Das bestätigte der DFB. »weiter
Lesen Sie auch:
Börse

Deutsche Aktien deutlich im Minus

Frankfurt/Main (dpa) - Unsicherheiten über die Geldpolitik in den USA und enttäuschende Konjunkturdaten aus China haben den Aktienmarkt am Donnerstag deutlich ins Minus gedrückt. »weiter
Lesen Sie auch:

Twitter sorgt nach Hacker-Attacken für mehr Sicherheit

New York (dpa) - Der Kurzmitteilungsdienst Twitter führt nach einer Welle von Hacker-Angriffen auf Profile einflussreicher Medien zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ein. »weiter
Lesen Sie auch:

Von den Eisheiligen in die Schafskälte

Offenbach (dpa) - Von den Eisheiligen direkt in die Schafskälte - das Wetter in Deutschland wird auf absehbare Zeit nicht besser. «Was uns das Wetter in den nächsten Tagen bescheren wird, hat eher was mit Winter zu tun». »weiter

Rosberg fährt erste Trainingsbestzeit in Monaco

Monte Carlo (dpa) - Nico Rosberg hat im MercedesAMG die erste Trainingsbestzeit vor dem Großen Preis von Monaco aufgestellt. Der Wahlmonegasse verwies in der ersten anderthalbstündigen Session Ferrari-Star Fernando Alonso um 87 Tausendstelsekunden auf den zweiten Platz. »weiter
Lesen Sie auch:

dpa-Nachrichtenüberblick Politik

Terror in London vor dem Champions-League-Finale »weiter
Umfrage
Ist das begleitete Fahren schon mit 16 Jahren sinnvoll?
Jetzt abstimmen