Ansturm bei Seehofers Facebook-Party bleibt aus
München (dpa) - Die erste Facebook-Party von CSU-Chef Horst Seehofer hat mehrere hundert Gäste in die Münchner Nobel-Diskothek P1 gelockt. Der erwartete Ansturm blieb zwar aus, Seehofer zeigte sich aber trotzdem zufrieden: «Ich freue mich, dass wir mit jungen Leuten reden können», sagte er.
Der bayerische Ministerpräsident wurde bei seinem Eintreffen sofort von so vielen Journalisten umringt, dass die Partygäste zunächst gar keine Gelegenheit hatten, mit ihm zu sprechen. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt sagte, die Party sei allein schon deshalb erfolgreich, weil sie ein sehr großes Interesse im Netz gefunden habe.
Wegen des großen Zuspruchs hatte die CSU die Gästeliste vergangenen Freitag nach 2500 Anmeldungen sperren lassen. Um Sicherheitsprobleme zu vermeiden, hatte die Partei am Dienstagabend zwei Sicherheitsschleusen vor der Diskothek eingerichtet und 50 Ordner angeheuert.
Die bayerische SPD kritisierte die Veranstaltung scharf und verlangte Auskunft über die Kosten des Polizeieinsatzes. SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher sagte: «Ich finde, Horst Seehofer - ohne ihm zu nahe treten zu wollen - passt besser zum Tanztee im Berliner Café Keese der neunziger Jahre, mit der Senioren-Union, gesponsert von der Apotheken-Umschau, als ins P1-Stüberl.»
Um alle Gäste unterzubringen, hatte die CSU auch das Außengelände um die Diskothek reservieren lassen. In den vergangenen Jahren ist es immer wieder vorgekommen, dass die Polizei bei Teenagerpartys rettend einschreiten musste, wenn die Gastgeber die Einladung auf Facebook veröffentlicht hatten und viel mehr Gäste kamen als erwartet.
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