kalaydo_logo
stellen
auto
immobilien
kleinanzeigen
tiere
ferienwohnungen
inserieren
04.06.2012 16:41

Analyse: Facebook für Kinder unter 13 ist ein heißes Eisen

Von Andrej Sokolow, dpa

Zoom Ein Kind meldet sich beim sozialen Netzwerk «Facebook» an. Foto: Jens Wolf

New York/Berlin (dpa) - Es ist das wohl heikelste Problem von Facebook: Millionen Kinder sind heimlich bei dem weltgrößten Online-Netzwerk aktiv. Sie geben ein falsches Alter ein, weil sie das Netzwerk eigentlich erst an ihrem 13. Geburtstag zum ersten Mal offiziell betreten dürften.

Aber der soziale Druck in der Klasse oder unter Freunden sorgt dafür, dass zum Teil auch Kinder unter zehn Jahren den Weg ins Facebook-Netz suchen. Wer sich nicht ganz schusselig anstellt, kommt bei der Schummelei um das Mindestalter bei Facebook auch mühelos durch.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg sucht nun nach einer Lösung, die genauso kontrovers ausfallen könnte, wie viele andere Vorstöße des weltgrößten Online-Netzwerks. Der Facebook-Gründer überlege, das Mindestalter von 13 Jahren zu kippen. Stattdessen würden spezielle Kinder-Accounts ausprobiert, berichtete das gewöhnlich sehr gut informierte «Wall Street Journal». Bei diesen Konten könnten die Eltern bestimmen, mit wem die Kinder Kontakt haben dürfen bei Facebook und welche Apps und Spiele sie nutzen können. In diesen Szenarien ist von einem Mindestalter gar nicht mehr die Rede.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Mark Zuckerberg die Grenzen austesten würde. Unvergessen ist der kurzlebige Dienst «Beacon», der in Verbindung mit dem Kreditkarten-Konto die Einkäufe eines Nutzers automatisch an seine Freunde durchtickerte. Oder eine Änderung der Datenschutz-Einstellungen, bei der die Schalter standardmäßig auf «Alles Öffentlich» umgelegt waren. Doch jetzt geht es mit dem Jugendschutz um ein noch viel sensibleres Thema.

Bei der bisherigen Diskussion um den Zugang jüngerer Kinder zu Facebook konnte man zwei gegensätzliche Meinungen ausmachen. Die eine Fraktion fordert, das Online-Netzwerk müsse noch viel mehr tun, um zu verhindern, dass sich Kinder unter 13 einschleichen. Die Verfechter der Gegenposition argumentieren, eine Alterskontrolle wäre technisch ohnehin nicht ordentlich machbar. Daher sollte Facebook sich eher darauf konzentrieren, den Kindern eine möglichst sichere Umgebung zu bieten.

Eine einfache Antwort auf die Frage nach dem besten Kinderschutz gibt es nicht. Längst ist bekannt, wie schwer es ist, jemanden im Internet ohne ein offizielles Dokument wie etwa den neuen elektronischen Personalausweis eindeutig zu identifizieren. Selbst wenn Facebook auf die schräge Idee kommen würde, eine Anmeldung mit Ausweispapieren einzuführen, wäre das Kinderschutz-Problem nicht gelöst. Für Kinder gibt es in Deutschland kein elektronisches ID-Dokument, wie Jutta Croll, Vorstandsmitglied der Stiftung Digitale Chancen, betont. «Technisch haben wir im Moment keine Möglichkeit für einen Altersnachweis.» Belgien baut mit der «Kids-ID»-Karte dagegen an einer solchen Infrastruktur.

Aber auch die vom «Wall Street Journal» kolportierte Idee der Kinder-Accounts, die von den Erwachsenen betreut werden, stößt bei deutschen Experten auf Skepsis. «Da besteht ein Interessenkonflikt: Eltern haben die Verantwortung für ihre Kinder, müssen aber auch ihre Privatsphäre wahren», sagt Croll. Auch Ekkehard Mutschlar, der Jugendmedienschutzbeauftragte beim Deutschen Kinderschutzbund, hält das Konzept deshalb für bedenklich.

Zugleich ist sich Mutschlar nicht sicher über die Motivation hinter dem Vorstoß: «Ich weiß nicht, was die Triebfeder bei Facebook dabei ist. Es wäre sehr verwerflich, wenn Facebook Kindern den Zugang zu Apps und Spielen eröffnet, um damit Geschäfte zu machen.» Mit diesem Verdacht dürfte Facebook noch häufiger zu tun haben: Viele Experten haben schon lange vorhergesagt, das Netzwerk würde nach dem Börsengang unter stärkerem Druck stehen, mehr Geld zu verdienen. Jetzt ist die Aktie nach zwei Wochen tief im Keller - und schon das Beispiel vom Smartphone-Apps zeigt, wie schnell Kinder bereit sind, Geld für Apps wie vor allem Spiele auszugeben.



Optimismus der Verbraucher ungebrochen

Nürnberg (dpa) - Die Euro-Zone steckt in der Rezession, doch die deutschen Verbraucher sind seit Monaten in extrem guter Stimmung. Jetzt steigt der Optimismus noch einmal spürbar. Grund sind vor allem die guten Rahmenbedingungen im Inland. »weiter

30. Pfingstturnier der SG Hackenberg

Zwar hatten fünf von 17 Teams wegen des Regens abgesagt, aber die Fußball-Zwerge hatten bei der Schlammschlacht einen Riesenspaß.
» Zu den Fotos
TV-Tipp des Tages
22.15 Uhr neo (ZDF digital)
Das Imperium der Wölfe
Bild: 138 x 86

Passt das Designer-Outlet-Center zu Lennep?

 ja
 nein
 weiß nicht
Wetter

Temperatur:
13°C

wetter
Heute gibt es vielfach Sonnenschein, aber auch einige Wolken, und die Temperaturen klettern am Tage auf 14 Grad. Nachts sinken die Werte dann auf 1 Grad. Der Wind weht schwach aus südlichen Richtungen.    weiter

London: Islamisten töten Soldaten auf offener Straße

London ist angesichts des politisch motivierten Terroranschlags auf einen britischen Soldaten entsetzt.
» Zu den Fotos

Verfilmung von Kleist-Novelle beim Filmfest Cannes

Cannes (dpa) - Die Verfilmung der Kleist-Novelle «Michael Kohlhaas» mit Mads Mikkelsen, Bruno Ganz und David Kross ist am Freitag beim Filmfestival Cannes vorgestellt worden. »weiter
Lesen Sie auch:

Chantalisator - wie man seinen Vornamen aufmotzt

Berlin (dpa) - Warum immer Jakob, Mia und Thomas? Warum nicht mal Desteny Mery Sienna, Giulien-Farrel oder Jared Dylan? Wer von seinen Eltern einen langweiligen Namen bekommen hat, kann sich jetzt auf einer Internetseite einen neuen austüfteln lassen. »weiter
Lesen Sie auch:

Medien: Trennung von Fortuna-Trainer Meier beschlossen

Düsseldorf (dpa) - Nach dem Last-Minute-Abstieg aus der Fußball-Bundesliga steht auch Trainer Norbert Meier vor dem Abschied bei Fortuna Düsseldorf. Nach übereinstimmenden Medienberichten soll die Trennung von Meier nach Sitzung von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossene Sache sein. »weiter
Lesen Sie auch:
Börse

Tokios Börse schließt nach Achterbahnfahrt im Plus

Tokio (dpa) - Die Börse in Tokio hat am Freitag nach einer rasanten Berg- und Talfahrt einen Teil ihrer massiven Vortagesverluste wieder wettgemacht. »weiter
Lesen Sie auch:

Google treibt Programmiersprache Go voran

Menlo Park (dpa) - Das Internet-Unternehmen Google hat eine neue Version seiner Programmiersprache Go eingeführt, die eine beschleunigte Ausführung von damit erstellter Software verspricht. »weiter
Lesen Sie auch:

Fragen & Antworten: Warum zeigt sich die Sonne nicht?

Offenbach (dpa) - Die Sonne strebt über Deutschland ihrem Höchststand zu - rund 16 Sonnenstunden wären in diesen Tagen rein theoretisch möglich. Stattdessen laufen die Regentonnen voll, die Temperaturen sind im Keller. Es zeichnet sich ab, dass der Mai insgesamt viel zu nass und zu trübe ausfällt. »weiter

Mercedes-Pilot Hamilton: «Wir müssen es krachenlassen»

Monte Carlo (dpa) - Er liebt Tattoos, geht mit seinem Hund Roscoe dreimal am Tag Gassi und wirkt seit seinem Wechsel zu Mercedes viel ausgeglichener. »weiter
Lesen Sie auch:

dpa-Nachrichtenüberblick Politik

Polizei untersucht Hintergrund von Londons Terror »weiter
Umfrage
Wer gewinnt das Champions-League-Finale?
Jetzt abstimmen