Das Projekt Loona wurde von dir und DJ Sammy gegründet. Seit 2008 führst du es alleine weiter. Was hat sich seitdem geändert?
Loona: Sammy war als Produzent tätig und bis 2005 für die Produktionen zuständig. In den Jahren 2006 und 2007 wollte ich eigentlich wieder durchstarten, aber wir beide lagen nicht mehr auf der gleichen Linie. Das hat dazu geführt, dass wir uns trennen mussten. Ich habe mir einen neuen Produzenten gesucht und bin jetzt wieder aktiv.
Du bist vor allem für Sommerhits bekannt. Was macht einen Song zu einem solchen?
Loona: Wenn ich das Rezept hätte, würde ich natürlich nur Sommerhits machen. Ich mache gerne Sommermusik, aber ob es ein Hit wird, stellt sich erst später heraus. Als wir unseren ersten Sommerhit landeten, sind wir nur dem treu geblieben, was wir schon 15 Jahre lang gemacht haben. Ich stehe für Sommer, weil ich auf Mallorca wohne, und die Leute akzeptieren das. Das ist schon mal eine Art Grundlage. Bei der Produktion kommt es dann darauf an, dass der Song eine gewisse Energie entwickelt. Bei den Texten achtet man darauf, dass sie den Leuten ins Ohr gehen. Da kann man keine Goethe-Texte verwenden. Ein Sommerhit muss leichtsinnig gemacht werden, darf aber nicht so platt sein, dass ihn die Leute nicht gut finden. Diese Mischung zu finden ist gar nicht einfach.
Muss man also auch ein Sommermensch sein?
Loona: Ja natürlich. Ich habe lange auf Mallorca gelebt und deshalb nehmen es einem die Leute auch ab. Ich habe auch schon andere Musik gemacht. Aber eine Pop- oder Rocknummer würden mir die Leute nicht abnehmen.
Wird es in diesem Sommer etwas Neues von dir geben?
Loona: Ich war gerade in Berlin und habe mich mit Produzenten getroffen. Wir haben eine riesengroße Sache am Start. Die Nummer, die wir im Sommer herausbringen wollen, wird knallen.
Im vergangenen Jahr warst du zusammen mit Rapper Sido und Detlef Soost in der „Popstars“-Jury. Was war das für eine Erfahrung?
Loona: Die ganze „Popstars“-Staffel war ein riesiges Abenteuer für mich. Ich habe gemerkt, wie schwierig diese Aufgabe ist. Mir fiel es schwer, mich von den Mädels zu verabschieden und mit den Ansichten der Produzenten und der Mitjuroren kam ich teilweise nicht so gut zurecht. Ich habe aber auch sehr viel gelernt. Jetzt weiß ich, was Fernsehen bedeutet. Ich dachte immer, ich weiß, wie die ticken. Aber das war falsch. Es ist eine richtig harte Welt.
Als Musiker muss man immer gut aussehen. Wie hältst du dich fit?
Loona: Ich habe mein ganzes Leben lang viel Sport getrieben und wollte früher Sportlehrerin werden. Außerdem hatte ich schon immer eine Leidenschaft fürs Tanzen. Heute treibe ich nicht mehr so viel Sport wie früher. Aber wenn ich mich für den Sommer fit bekommen möchte, dann mache ich drei, vier Wochen lang drei- bis viermal pro Woche Sport und dann bin ich fit.