Shauzia wohnt in Afghanistan, als der Krieg ausbricht. Dann muss sie nach Pakistan fliehen und wohnt nun zusammen mit ihrem Hund Jasper in einem riesigen Flüchtlingslager. Doch es gefällt ihr dort nicht, denn sie wird ständig von der Lageraufseherin Mrs. Weera herumkommandiert.
Shauzia träumt davon nach Frankreich zu gehen und dort ein freies Leben zu führen. Als sie es schließlich nicht mehr im Lager aushält, läuft sie in die naheliegende Stadt Peshawar, um Geld zu verdienen. Völlig auf sich allein gestellt, lernt sie das harte Straßenleben kennen und die Rivalitäten mit anderen Straßenkindern. Schließlich schafft sie es durch Tageslöhne und Betteln Geld für eine Zugfahrt nach Frankreich zu verdienen. Doch dann lockt ein Fremder sie in die Falle.
Die Autorin Deborah Ellis verbrachte selbst viele Monate in afghanischen Flüchtlingslagern und sprach mit Frauen und Kindern über deren Lebenssituation. Es gelingt der Autorin, Shauzias Situation so authentisch zu beschreiben, dass der Leser die Hitze und Langweile des Flüchtlingslagers spüren kann. Die Autorin behandelt ein aktuelles Thema. Im Anhang des Buches befindet sich zudem Erklärungen von Fremdwörtern sowie ein Bericht über die politische Lage in Afghanistan.
Der Roman zeigt, dass es nicht nur wichtig ist seine eigenen Ziele zu verfolgen, sondern auch hilfsbereit zu anderen zu sein. Diese Lektion lernt Shauzia am Ende. Ein trauriges, aber lesenswertes Buch, das im Mittelteil einige Längen aufweist. Annedore
„Am Meer wird es kühl sein“ von Deborah Ellis ist im Jungbrunnen Verlag erschienen und kostet 13,90 Euro.
Im Urlaub Englisch lernen