Schauriger Nebel zieht zwischen den kleinen Häusern und Straßen umher, die Hintergrundmusik erinnert an eine Szene aus einem Horrorfilm. Kreischende Jugendliche kommen mir plötzlich entgegen, weil sie von einem Mann mit Kettensäge verfolgt werden. Ich betrachte das Geschehen aufmerksam, als plötzlich jemand seine Hand auf meine Schulter legt. Im festen Glauben, es sei mein Freund, drehe ich mich um und zucke zusammen: Vor mir steht ein Zombie mit einer großen klaffenden Wunde im Gesicht. Nein, das ,,Halloween Horror Fest”, das derzeit an jedem Donnerstag, Freitag und Samstag zwischen 18 und 22 Uhr im Movie Park stattfindet, ist nichts für zartbesaitete Seelen.
Schrecklich geschminkte Schausteller jagen den Besuchern fortlaufend einen ordentlichen Schrecken ein. Aber nicht nur auf den Wegen des Freizeitparks warten die Zombies, auch die vielen Attraktionen verwandeln sich in gruselige Bahnen und Gebäude. Sitzt man zum Beispiel im Waggon von „The Dark Goldmine”, wird dieser plötzlich von Monstern mit kräftigem Rütteln bestiegen. Ein Erlebnis ist auch ,,Hell`s Village”. Hier geht man durch so dichten Nebel, dass man seine eigene Hand vor Augen nicht sehen kann. Der Gruseleffekt ist hier vorprogrammiert. Ich traue mich gar nicht, weiterzugehen. Mein Freund schubst mich immer wieder vor, bis mich plötzlich jemand am Bein zieht und mir Wasser ins Gesicht spritzt. Obwohl ich weiß, dass es nur Darsteller sind, erschrecke ich mich immer wieder und fühle mich verfolgt. Wem Attraktionen wie der ,,Freefall Tower” noch nicht genug Schrecken einjagen, der ist beim ,,Horror Fest” auf jeden Fall genau richtig aufgehoben.